Aktuelle Corona-Situation - Stand 20. Mai 2020

 

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

 

es ist nun schon einige Tage her, dass wir letztmalig über diesen Weg informiert haben.

 

Dies ist aus mehrerlei Hinsicht bestimmt ein gutes Zeichen. Es zeigt um einen, dass sich derzeit die allgemeine Lage etwas beruhigt Dies gilt nicht nur für das Leben außerhalb der Einrichtung, sondern auch für die beiden Einrichtungen Haus St. Benedikt und St. Josefshaus. Daran haben Sie als An- und Zugehörige einen wesentlichen Anteil. Ich darf mich bedanken, dass Sie die Besucherregelungen – mit all den Unannehmlichkeiten und Absurditäten – akzeptieren und einhalten. Dies ist in Zeiten, in denen scheinbar alles in Frage gestellt wird, eine Sicherheit für uns als Mitarbeiter und sorgt dafür, dass wir uns im Wesentlichen auf unsere Aufgaben konzentrieren können, nämlich die Pflege und Betreuung Ihrer Angehörigen. In diesem Zusammenhang darf ich vielleicht noch hinzufügen, dass wir auch in Halverde für die Schlechtwetterphasen einen innenliegenden Besucherpunkt eingerichtet haben, den Sie bitte bei den Kollegen in Halverde erfragen.

Andererseits bekommt das Leben in den Häusern wieder eine – wenn auch andere – Alltäglichkeit. Therapeuten, Fußpfleger und Frisöre sind wieder da – und das ist auch gut so. Die Küche versorgt die Bewohner wieder mit den Buffetwagen – es ist eine deutlich andere Qualität als ein Tablettsystem. Der Garten selbst steht den Bewohnern uneingeschränkt zur Verfügung und ist auch weiterhin ausschließlich zu diesem Zweck für Besucher und Spaziergänger gesperrt. Und schlussendlich hatten Sie etwas Zeit, sich von den manchmal umfangreichen Informationen zu erholen.

 

Alles, was nun an „Freiheiten“ wieder den Weg in den Alltag findet, muss vor dem Hintergrund einer nach wie vor bestehenden Infektionsgefahr organsiert werden. Aber ich denke, diese Erfahrungen machen wir derzeit alle. Die Rücknahme von Schutzregeln und die Rückkehr in das alltägliche Leben ist eben auch eine besondere Herausforderung, zumal dies in unterschiedlichen Lebensbereichen in unterschiedlichen Geschwindigkeiten vollzogen wird.

 

Ich möchte zu Fragen der ärztlichen Versorgung Stellung beziehen, zumal dies zuvor mit Unannehmlichkeiten verbunden war.

 

Wenn eine stationäre Behandlung in einem Krankenhaus notwendig sein sollte, dann ist eine vierzehntägige Quarantäne nicht mehr notwendig. Dies sagt auch die Allgemeinverfügung des Landes NRW. Grundvoraussetzung hierfür ist, dass vor Entlassung aus dem Krankenhaus dort eine Testung durch Abstrich im Hals –und Nasenbereich erfolgte und dass das Ergebnis negativ ist. Und: Der zurückkehrende Bewohner muss zuvor im Krankenhaus vor Entlassung 48 Stunden symptomfrei sein. Wenn diese Voraussetzungen vorliegen, ist eine Quarantäne bei der Rückkehr nicht mehr durchzuführen.

 

Bei auswärtigen Arztbesuchen sieht die Situation etwas anders aus. Derzeit – und auch hier sind wir auf Ihre Kooperation angewiesen – sollten nur unbedingt dringend notwendige und erforderliche ärztliche Besuche vorgenommen werden, zumal die Einrichtungen nach wie vor durch die Hausärzte wirklich gut versorgt und betreut sind. Sofern ein Besuch beim Arzt notwendig sein sollte, wäre es zumindest nett, wenn sich der Bewohner bei der Rückkehr wenigstens für zwei Tage in eine freiwillige Quarantäne begibt. Wie gesagt, es handelt sich um eine Freiwilligkeit. Wir haben jedoch mit dem Ausbruch der Infektion im Haus St. Benedikt festgestellt, dass es genau diese 48 Stunden waren, die uns gefehlt haben und zu einer Verbreitung der Infektion führten. Das gleiche Vorgehen möchten wir auch für die Fälle empfehlen, in denen eine ambulante Behandlung im Krankenhaus notwendig sein sollte.

 

Ferner haben mich die Kollegen gebeten, noch etwas zum „Fensterln“ im Haus St. Benedikt zu sagen. Das ist – sofern die Zimmer nicht an den abgesperrten Garten angrenzen – nach wie vor möglich. Aber das Fenstern ist ein normaler Besuchstermin und sollte am Empfang vereinbart werden. Wir möchten damit vermeiden, dass neben den vereinbarten Besuchen viele Menschen zeitgleich auf dem Gelände sind, was u.U. dazu führt, dass die nach wie vor gültigen Kontaktregeln verletzt werden. Und aus den Erfahrungen der vergangenen Wochen wissen wir, dass wir auch hier auf Ihre Kooperation zählen dürfen.

 

Wir wurden in den vergangenen Tagen mehrfach gelobt für unsere Art der Information. Durchaus sind auch überregionale Medien auf uns aufmerksam geworden. Ich möchte an dieser Stelle nochmals deutlich machen, dass es uns einzig und allein darum ging und geht, Sie als An- und Zugehörige vernünftig und transparent zu informieren. Das dürfen Sie von uns in solchen Zeiten erwarten.

Alles andere an Aufmerksamkeit hätte ich Ihnen und uns gerne erspart, weil hierfür der Preis zu hoch war und ist.

 

Sofern in den kommenden zwei Wochen keine weltbewegenden Veränderungen eintreten, haben Sie vor uns wieder etwas Ruhe. Ich persönlich darf mich zumindest bis zum 08. Juni zwecks Urlaub verabschieden.

Herzliche Grüße.

 

Andreas Plietker

 

-Einrichtungsleiter-

 


 

 

Aktuelle Corona-Situation - Stand 08. Mai 2020

 

Wir hatten Sie am 05.05.2020 über die gelockerte Besucherregelung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW informiert. Am 06. Mai haben wir Ihnen per Mail-Newsletter, per Webseite und via facebook über unsere Besucherregelung ab dem 10. Mai informiert.

 

Am gestrigen Tag, also dem 07. Mail 2020, wurden wir durch unseren Spitzenverband, den Caritasverband für die Diözese Münster darüber informiert, dass das Land NRW eine neue Schutzverordnung erlassen hat, die seit gestern gilt. Und als ob dies nicht reicht, wurde hier die Lockerung des Besuchsverbotes bereits auf den 09. Mai terminiert, also einen Tag früher als ohnehin den Einrichtungen die kurzfristige Umsetzung aufgegeben wurde. Als Anlage wurde auch eine Bußgeldverordnung beigefügt, die bei Verstößen der Einrichtungsleitung eine bis zu vierstelligen Ordnungswidrigkeitsstrafe ankündigt (z.B. keine Besucherregelung, keine Schutzmaterialien, Verstöße gegen Hygiene- und Kontaktregeln). Obendrein ist dieser Bußgeldkatalog hinsichtlich der entsprechenden Verweise auf die CoronaSchutzVerordnung auch noch an zwei Stellen fehlerhaft.

 

Um es deutlich zu machen: Wir bleiben bei der vorbereiteten und organisierten Besucherregelung ab dem 10. Mail 2020. Ich vertraue auf Ihre Kooperation. Sofern Sie hiermit nicht einverstanden sind, haben Sie das Recht, sich bei WTG-Behörde des Kreises Steinfurt (wtg@kreis-steinfurt.de) oder direkt an das Land NRW zu wenden.

 

Die Besucherregelung für beide Einrichtungen liegen in gedruckter Form in den Einrichtungen aus. Sie stehen auch zum Download auf unserer Internetseite. Ich darf Sie höflich bitten, nicht ohne vorherige Terminvereinbarung zu kommen. Ich darf Sie auch bitten, nicht einfach den Gartenbereich zu betreten. Dieser ist derzeit abgesperrt und soll den Bewohnern des Hauses zur Verfügung stehen. Gleiches gilt für das St. Josefshaus.

 

Unsere eindringliche Bitte: Bitte melden Sie sich zu jedem Besuch in den kommenden Wochen an. Wenn Sie einen Termin haben, melden Sie sich bitte jedes Mal am Empfang an und füllen den Screeningbogen aus. Erst dann können Sie zum Besucherpunkt gehen. Vielen Dank. Und sollten auch die die geringsten Zweifel an Ihrem Gesundheitszustand bestehen, bitte ich Sie darum, von einem Besuch abzusehen.

 

Für die Bewohner mit stark eingeschränkter Mobilität, denen der Transfer zum Besucherpunkt nicht zuzumuten ist, haben wir auch eine Lösung. Diese basiert immer auf einer Einzelfallentscheidung. Hierbei darf ich Sie bitten, Ihren Besuchswunsch täglich in der Zeit von 9.30 – 16.30 Uhr am Empfang unter 05453-220 bekannt zu geben. Wir rufen Sie zurück und vereinbaren alles Weitere.

 

Ferner darf ich Sie über weitere Neuigkeiten informieren:

Ab Montag ist wieder ein Frisör im Haus – und das ist wohl auch notwendig. Derzeit und aufgrund des Arbeitsaufkommens sind vorerst nur Haarschnitte möglich. Dauerwellen, Wasserwellen und Färbungen müssen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden, wenn die auch zeitlich wieder möglich ist. Die Mitarbeiter in den Wohnbereichen koordinieren – im Moment nach Dringlichkeit – die Termine. Pro Frisörtag wird immer nur ein Wohnbereich versorgt, damit es nicht zu unnötigen Durchmischungen kommt. Überdies hatten die Damen aus dem Bewohnerbeirat die Idee, man müsse nun noch schnell von jedem ein Foto machen - dies könnte zu einem späteren Zeitpunkt noch für etwas Belustigung sorgen. Ich darf Ihnen nur sagen: Derzeit würden uns die Beatles und die Stones beneiden.

 

 

 

let the good times roll

 

 

Weil derzeit eine Versorgung durch einen Salon schwierig ist, haben wir uns entschieden, eine Frisörin einzustellen, die sich um die Frisuren kümmert, bis eine normale Regelversorgung wieder möglich ist.

 

Auch die Fußpflege läuft in den Häusern wieder an – auch hier wird immer eine wohnbereichsweise Versorgung durchgeführt – so müsste erst einmal in einem absehbaren Zeitraum eine Regelversorgung garantiert werden können.

 

Die physiotherapeutischen Anwendungen sind ebenfalls wieder angelaufen. Hier haben wir je Praxis einen festen Mitarbeiter bzw. Therapeuten, sodass auch hier Durchmischungen verhindert werden.

 

Logopädische Anwendungen sind derzeit noch nicht möglich, weil diese bei Mundschutzpflicht irgendwie so gar keinen Sinn machen. Ergotherapeutische Anwendungen müssen wir auch noch etwas in die Zeit setzen, weil hier die Einhaltung von Abstandsregeln nicht gewährleistet werden kann, was in der Natur der Therapie liegt.

 

Bei allen o.g. Angeboten darf ich Ihnen versichern, dass sämtliche Hygiene- und Kontaktregeln eingehalten werden.

 

Derweil sind wir auf den ersten Besuchertag am Sonntag (und MUTTERTAG) gespannt. Ein Stück weit – und bei aller Sorge – freuen wir uns auch: Für Sie, für die Bewohner – und auch für uns.

 

 Herzliche Grüße aus den Dienstgemeinschaften.

 

 

Andreas Plietker

 

-Einrichtungsleiter-

 


 

 

 

Aktuelle Coronas-Situation - Stand 06.Mai 2020 - Besucherregelungen ab dem 10. Mai 2020

 

Wie angekündigt haben wir am heutigen Tag auf Anlass des Ministerschreibens von Herrn Karl-Josef Laumann (Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW) mit dem Bewohnerbeirat Besucherregelungen verfasst, die am dem 10. Mai 2020 gelten. Diese sind - und wir bitten um Verständnis - derzeit erst einmal nicht verhandeltbar. Geben Sie uns und Ihnen die Möglichkeit, mit diesen Regelungen erst einmal Erfahrungen zu sammeln. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich mit den Regelungen vertraut machen. Vielen Dank für Ihr Verständnis:

 

 

Haus St. Benedikt

Besucherregelung_Ang_HSB_20200505 (1).pdf
Download

 

 

 

St. Josefshaus

Besucherregelung_Ang_HSJ_20200506 (1).pdf
Download

 

 

 


 

 

Aktuelle Corona-Situation - Stand 05. Mai 2020

 

Am heutigen Tag wurden wir durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW in unangemessener Form darüber informiert, dass wir ab Sonntag – und zum Muttertag - die Lockerung des Besuchsverbotes durch geeignete Konzepte umzusetzen haben.

 

Bei allem tief empfundenen Verständnis für Ihre Situation als An- und Zugehörige und für die Bewohnerinnen und Bewohner im Haus St. Benedikt und St. Josefshaus:

Wir sind über die Art und Weise der Informationspolitik (erst die Presse, dann facebook, dann erst die Altenheime mit Fakten) und über die unbestimmten Vorgaben des Ministeriums nicht nur erstaunt, sondern auch erschüttert. Alle Bemühungen der vergangenen Wochen werden damit bedeutungslos – oder werden zumindest in Frage gestellt.

 

Ich darf es vorweg nehmen: Wir werden Ihnen bis Sonntag ein Konzept und Verfahren für koordinierte Besuche vorstellen und anbieten. Ich darf Sie aber auch darüber in Kenntnis setzen, dass ich als verantwortlicher Einrichtungsleiter hierfür keine Verantwortung mehr übernehmen kann – weder für die Bewohner noch für die Mitarbeiter, die in Ihrem privaten Verhalten alles Erdenkliche tun – und unterlassen – um die Bewohner nicht zu gefährden und das Infektionsrisiko zu minimieren.

 

Daher werde ich in den kommenden Tagen neben einer Besucherregelung eben auch für mich zu entscheiden haben, ob ich persönlich diese Position als Einrichtungsleiter noch ausüben und vertreten kann und werde. Denn ich habe – neben der enormen Arbeitsbelastung (und die meiner Kollegen) nicht nur große Sorge, sondern auch Angst. Angst vor der Art, wie und unter welchen Umständen Menschen mit und an dem Corona-Virus sterben.

 

Wir waren bereits in der Vorbereitung, Ihnen ab der kommenden Woche eine Besuchsregelung auch für das Haus St. Benedikt anbieten zu können. Auch diese Planungen sind durch die Vorgaben des Ministeriums zunichte gemacht worden. Aber es erhöht durch symbolische Politik eben auch die Popularitätswerte der politischen Protagonisten. Denn: „The winner takes it all.“

 

Wir werden Ihnen bis Donnerstag – und in Abstimmung mit dem Bewohnerbeirat - ein Besuchskonzept vorlegen, das Ihnen sowohl räumliche wie auch zeitliche Möglichkeiten anbietet. Ich darf Sie indes darum bitten, uns in den kommenden Tagen nicht mit sicherlich gut gemeinten Anrufen, Ratschlägen, Nachfragen und Vorschlägen zu überhäufen. Lassen Sie uns bitte in Ruhe über die Durchführung der Lockerung zum Besuchsverbot unter den vom MAGS NRW definierten Gesichtspunkten nachdenken und planen. Es muss nun in sehr kurzer Zeit viel vorbereitet, koordiniert und organisiert werden. Zeitgleich gilt es, Mitarbeiter aus ihrem freien Wochenende in den Dienst zu beordern, damit wir die Lockerungen mit den Vorgaben auch gewährleisten können (Begleitung der Bewohner zu den Besucherpunkten, sicherlich auch Begleitung in der anschließenden Emotionalität). Schade für meine Kolleginnen, die auch Mütter sind und ein Recht auf den Muttertag hätten.

 

Um es Ihnen vorweg deutlich zu machen. Es ist zeitlich, räumlich und organisatorisch nicht möglich, dass alle Bewohner in beiden Einrichtungen bereits am Sonntag schon besucht werden können. Aber vielleicht auch dies: Muttertag ist jeden Tag. Auch von daher möchte ich an Ihre Geduld und an Ihr Verständnis appellieren.

 

Abschließend darf ich Sie an Ihr Verantwortungsbewusstsein und Ihr Verständnis erinnern, das Sie seit dem 13. März – sicherlich unter Schmerzen und Opfern – für die Schutzmaßnahmen gezeigt haben. Es wäre gut, wenn Sie dieses Bewusstsein auch für die Rahmenbedingungen der Besuchsregeln weiterhin zeigen. Denn wir können nur jene Besuche zulassen, die unter den Geboten der Ehrlichkeit zweifelsfrei keine Symptome aufweisen und dies durch ein Screening und durch eine Selbsterklärung schriftlich dokumentierten. Und wir bitten bereits jetzt um Nachsicht, wenn wir im Rahmen der Regelungen nicht alle Ihre individuellen Wünsche und Bedürfnisse zu einhundert Prozent erfüllen werden und können.

 

Bis hierher danke ich für Ihr Verständnis, das im Übrigen dafür gesorgt hat, dass wir bisher im Haus St. Benedikt gemeinsam und auf Augenhöhe durch diese Krise gehen konnten.

 

Das Schreiben zur Lockerung des Besuchsverbotes an die Einrichtungen füge ich diesem Schreiben bei (durch download von der Internetseite und als Anhang zum newsletter als mail).

 

 

2020 0505 Ministerschreiben Pflegeeinrichtungen.pdf
Download

 

 

 

 

Herzliche Grüße.

 

 

 

Andreas Plietker

-Einrichtungsleiter-

 

 


 

 

 

 

Aktuelle Corona-Situation - Stand 30. April 2020

 

Die Woche Nummer Vier ist geschafft. Und das Erfreuliche an diesem Tag: Es ist kein Bewohner mehr am Corona-Virus erkrankt. Bei allen Bewohnern konnte die Isolierung aufgehoben werden. Bei einer Bewohnerin dauert die Quarantäne noch bis Montag an.

 

Wir denken bei aller Freude aber auch an jene drei Bewohner, die mit einer Corona-Infektion oder an einer Corona-Infektion verstorben sind. Unsere Gedanken sind bei den An- und Zugehörigen der Verstorbenen. Daher freuen wir uns nur verhalten – wie alles im Leben hat die Krise auch ihre Opfer. Wir gratulieren aber allen Bewohnerinnen und Bewohnern, dass sie die Erkrankung und die Zeit der Isolation überstanden haben.

 

Unsere ganze Sorgfalt ist nun darauf ausgerichtet, das erneute Aufflammen der Infektion zu verhindern. Die Mitarbeiter arbeiten zwar derzeit wieder in ihren normalen Diensten und Schichten, dennoch bleiben viele Vorsichtsmaßnahmen, Verhaltensregeln und Hygienemaßnahmen erhalten – mit den entsprechenden Auswirkungen auf das normale Leben. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht. Aber mitunter wissen wir nicht mehr, wie und was die Normalität vorher war.

 

Mit dem heutigen Tag konnte auch der Isolationsbereich aufgelöst werden. Die Bewohner, die im Zuge der Krise umziehen mussten, ziehen nach und nach wieder in ihr angestammtes Zimmer zurück. Auch die Mahlzeiten werden wieder in der Gemeinschaft eingenommen – natürlich mit entsprechenden Abstandsregeln.

Das Land NRW ist mit der Corona-Schutzverordnung weiterhin bei dem vollständigen Besuchsverbot in Altenhilfeeinrichtungen geblieben, wenngleich der Kreis Steinfurt möglich Szenarien aufzeigt, wie unter besonderen Schutzregeln doch einzelne Besuche stattfinden können. Ab dem 01.05.2020 gibt es für das St. Josefshaus eine Besucherregelung, die wir erproben. Hierbei profitiert das Haus deutlich von der eigenen Architektur.

 

Die Besucherregelung können Sier herunterladen:

Regelung_Besucher_Ang_HSJ_20200430.pdf
Download

 

 

In der kommenden Woche werden wir uns aber auch damit befassen, wie gelenkte Besuche unter Einhaltung besonderer Schutzmaßnahmen im Haus St. Benedikt möglich sind.

Ihnen hingegen wünsche ich ein gutes und schönes Wochenende.

 

Herzliche Grüße im Namen der Dienstgemeinschaft.

 

Andreas Plietker

 

 


 

 

 

Aktuelle Corona-Situation - Stand 24. u. 25. April 2020

 

Nach nahezu drei Wochen Corona-Krise im Haus St. Benedikt fällt es uns mittlerweile schwer, die Informationen für Sie als An- und Zugehörige neu zu formulieren. Es liegt zum einen daran, dass die Skurrilität dieser Tage einen eigenen Rhythmus und eine Regelmäßigkeit bekommt – zum anderen bleiben immer noch Zeichen von Hoffnung einerseits, aber auch Traurigkeit andererseits.

 

Wir betrauern die dritte Bewohnerin, die vorgestern verstorben ist. Wir gedenken der Verstorbenen und sprechen der Familie im Namen aller Kolleginnen und Kollegen sowie Pfarrer Jürgen Heukamp unsere Anteilnahme und unser Mitgefühl aus. Bei aller positiven Entwicklung der vergangenen Tagen sind es eben die Momente, die uns auch und wiederholt vor Augen führen, wie real die Bedrohung durch das Corona-Virus immer noch ist. Wir danken der Verstorbenen, der Familie und den Ärzten für die Klarheit, für das gute Miteinander und das gegenseitige Verständnis.

 

Sich trennen zu müssen und getrennt zu sein ist wohl die größte Mühsal dieser Erkrankung und Krise. Das gilt für Sie als An- und Zugehörige ebenso wie für die Bewohnerinnen und Bewohner und auch für die Mitarbeiter. Gelegentlich verwenden wir im Haus das Bild von Sieger Köder „Jacobs Traum“, das den Untertitel trägt: Da träumt ihm, eine Leiter sei auf die Erde gestellt (Gen. 28)

 

 

 

Wir denken, es ist ein gutes Sinnbild für die Zeit. Das sich alle Menschen derzeit in der Trennung miteinander verbunden fühlen. Das geht Ihnen als An- und Zugehörige ebenso wie den Bewohnern des Hauses. Es ist zeitgleich Trost und Hoffnung, bleibt aber auch eine Zumutung.

 

Und dennoch: Den derzeit Erkrankten geht es gut – und täglich erhalten wir neue Mitteilungen und Erkenntnisse, dass einzelne Bewohner das Virus besieht haben. Auch die – Gott sei Dank – wenigen erkrankten Mitarbeiter sind zum Großteil gesundet und kehren in den Dienst zurück.

 

Am gestrigen Freitag haben wir die drei Wochen anhaltende Quarantäne-Unterbringung der Mitarbeiter in Hotels beendet. Das letzte Team ist nach sieben Tagen mit 12-Stunden-Schichten nach Hause zurückgekehrt. Neben dem Dank an die Kollegen spreche in den Dank stellvertretend auch den beherbergenden Hotels Mutter Bahr in Uffeln und Gronheid in Steinbeck aus. Danke, dass Sie die Kollegen in der Zeit so gut beherbergt haben. Ein weiterer Dank geht an die Gemeinde Recke und an den Bürgermeister Kellermeier, die uns unterstützt haben bei der Organisation. Herr Kellermeier hat die Kollegen am gestrigen Abend mit dankenden Worten in den Feierabend verabschiedet. Wir danken ferner dem Autohaus Schröder und dem Steinbecker Autopavillion sowie der Fahrdienst Alkemeier für die Zurverfügungstellung der Fahrzeuge für die Shuttle-Fahrten zwischen Hotel und Altenheim. Die vergangenen drei Wochen haben – bei aller Anstrengung – gezeigt, dass die Isolation des Hauses und der Mitarbeiter sinnvoll, angemessen und notwendig war, um die weitere Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern.

 

Ab heute kehren die Mitarbeiter wieder in den Regeldienst zurück und können auch nach Dienstende zu ihren Familien zurück. Auch öffnen wir – nach und nach und mit angezogener Handbremse – die Isolationsmaßnahmen in den Wohnbereichen. Bis auf den Isolationsbereich planen wir in schrittweisen Etappen, dass bis Mitte/Ende kommender Woche auch die gemeinsame Mahlzeiteneinnahme wieder eingeführt werden kann. Spaziergänge in den Garten werden weiterhin angeboten und durchgeführt.

 

Sorgenvoll betrachten wir, dass durch die Lockerung der Kontaktregeln die Menschen Freiheiten zurückerlangen, diese aber ausufernd ausnutzen. Wir befürchten einen erneuten Anstieg der Infiziertenzahlen und sehen dies auch als weitere Bedrohung für unsere Einrichtungen. Denn durch die Rückkehr in den Regeldienst erhöht sich die Anzahl der Mitarbeiter und somit auch die Ansteckungsgefahr. In den vergangenen Tagen haben wir – auch in der Ortsmitte von Recke – Situationen erlebt, die aufgrund der Menschendichte unsere Sorge begründet. Freiheit ist nicht nur ein unverzichtbares Grundrecht, sondern auch eine Verantwortung und Verpflichtung. Und die eigene Freiheit endet dort, wo ich die Freiheit anderer Menschen gefährde.

 

Aus diesem Grund haben wir am Donnerstag und Freitag das St. Josefshaus einem Stresstest in Anwendung unserer Notfallpläne unterzogen. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen haben wir den Ausbruch der Erkrankung simuliert und die hierfür notwendigen Umsetzungen auch tatsächlich durchgeführt. Für zwei Tage haben wir die Mahlzeitenversorgung vollständig in die Zimmer und Wohnungen verlegt. Die Kollegen mussten unvermittelt verschärfte Hygiene- und Schutzmaßnahmen durchführen. Wir haben in wenigen Stunden sowohl einen Isolier- und Qurantänebereich ausgebildet sowie die hygienische Ein- und Ausschleusung der Mitarbeiter umgesetzt. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Bewohnerinnen und Bewohner im St. Josefshaus für die Unterstützung und das Verständnis bedanken. Es ist wichtig, in einer Krise schnell und planvoll zu reagieren. Dies ist besonders im Haus St. Benedikt deutlich geworden. Für Sie als An- und Zugehörige im St. Josefshaus soll es auch ein verlässliches Zeichen sein, dass wir auf den Fall der Fälle vorbereitet sind, um die Bewohner zu schützen. Die Schicksalsfragen dieser Tage hingegen vermögen wir nicht zu beherrschen.

 

Entschuldigen möchte ich mich an dieser Stelle bei allen An- und Zugehörigen im St. Josefshaus für die technischen Probleme in der telefonischen Erreichbarkeit der vergangenen zwei Tage. Durch einen Systemwechsel, der durchgeführt werden musste (Umstellung auf VoIP) konnten Sie für einen Tag die Einrichtung nicht erreichen. Die Probleme waren so nicht geplant und gewollt. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

 

Ich darf Ihnen derzeit auch zusichern, dass beide Einrichtungen gut mit Schutzmittel ausgestattet sind. Dies gilt sowohl für den einfachen Mund-Nasen-Schutz wie auch für die FFP-2 Masken. Auch andere Schutzmaßmittel (Schutzkittel, Schutzbrillen, Handschuhe, Desinfektionsmittel, u.a.) sind in ausreichender Menge vorhanden.

 

Vor dem Hintergrund, dass die Mitarbeiter durchgehend mit Schutzmaßnahmen arbeiten, möchte ich nochmals höflich an die telefonische Erreichbarkeit erinnern. Sie können uns täglich unter der Telefonnummer 05453-220 erreichen (auch das St. Josefshaus). Wir nehmen dort in der Zeit von 9.30 bis 16.30 Uhr Ihre Anliegen auf und sagen Ihnen den Rückruf zu. Bitte rufen Sie nicht direkt in den Bereichen an. Das Telefonieren mit Schutzausrüstung ist problematisch, muss hierzu in Teilen abgelegt werden und gefährdet nicht nur die Pflege- und Versorgungsabläufe, sondern auch den Sinn der Schutzmaßnahmen durch das wiederholte Anlegen. Die Kollegen in den Bereichen rufen Sie zurück und planen dies zeitlich in die Abläufe ein. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

 

Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei Pfarrer Jürgen Heukamp bedanken, der den Einrichtungen in der Krise mit Rat und Tat zur Seite stand und der die Sorge in dieser Zeit mit uns und Ihnen geteilt hat. Und: Pfr. Heukamp war an jedem Freitag, wenn die Teams nach sieben Tag in die Freizeit gingen, zur Verabschiedung und Danksagung da. Jetzt ist der Zeitpunkt, dass wir uns bedanken: Also: Ein herzliches Dankeschön im Namen aller Kolleginnen und Kollegen.

 

Ihnen hingegen wünsche ich ein gutes und schönes Wochenende.

 

Herzliche Grüße im Namen der Dienstgemeinschaft.

 

 

Andreas Plietker

 

 


 

 

 

Aktuelle Corona-Situation - Stand 20. u. 21. April 2020.

 

Die vergangenen zwei Tage standen deutlich im Zeichen von Hoffnung und Freude. Wir wissen mit dem heutigen Tag, dass sechs Bewohner das Corona-Virus überstanden haben. Wir freuen uns sehr, für die Bewohner, für die An- und Zugehörigen und für die Kolleginnen und Kollegen, die im Isolationsbereich arbeiten. Erstmals seit drei Wochen sind damit die Zahlen der Erkrankten rückläufig. Dies gibt allen Kollegen die „zweite Luft“ am Tag Vier der 7-Tage-Schicht mit 12 Stunden Diensten pro Tag. Am Ende dieser Woche werden die Mitarbeiter dann auch wieder in den normalen Regeldienst zurückkehren und können nach dem Dienst zurück nach Hause. Wir hoffen, dass in den kommenden Tagen weitere Bewohnerinnen und Bewohner über das Testergebnis die Bestätigung erhalten, dass Sie das Virus besiegt haben.

 

Dennoch sind einige Bewohnerinnen und Bewohner nach wie vor an dem Corona-Virus erkrankt. Und der Allgemeinzustand gibt durchaus auch Anlass zur Sorge.

 

Die Zimmerquarantäne in den Wohnbereichen 2a und 3 haben wir am Sonntag aufheben können. Schön, dass die Bewohner sich einander wieder begegnen können. Es sind die ersten vorsichtigen Schritte hin zu einem halbwegs normalen Alltag. Die Pflege- und Betreuungsmitarbeiter sind ferner bemüht, möglichst viele Spaziergänge anzubieten. Hierfür haben wir den Garten für die Allgemeinheit gesperrt. Die Sonne und die frische Luft tun allen gut. Den starken Wind nehmen wir dafür billigend in Kauf.

 

Am gestrigen Tag konnte Frau Antonia Alkemeier ihren 100 Geburtstag feiern. Wir gratulieren ihr auf das Herzlichste zu diesem besonderen Jubeltag. Hierfür haben wir das „Fensterln“ erlaubt, sodass unter Einhaltung der Kontaktregeln zumindest für einen Moment der persönliche Kontakt zur Familie da war, umrahmt von einem Konzert mit Peter Jung aus Hopsten. In diesen Genuss konnten auch viele andere Bewohner kommen. Peter – Dankeschön!

Wenn man die Situation mit Humor nimmt, so könnte man sagen, dass es ja toll ist, wenn man (oder Frau) mit 100 Lebensjahren noch „ befensterlt“ wird. Aber natürlich wäre es schöner gewesen, wenn Antonia Alkemeier diesen besonderen Jubeltag im Kreise der Familie hätte feiern können. Wir hoffen, dass alle zu einem späteren Zeitpunkt dieses Fest gebührend „nachfeiern“ können.

 

Wir werden in den vergangenen Tagen des Öfteren mit der Frage konfrontiert, ob nicht erste zaghafte Besuche der Angehörigen möglich sind. Wir können diese Wünsche von allen Seiten gut verstehen. Es gibt in verschiedenen Einrichtungen erste Versuche, zumindest im Außenbereich und nach Terminabsprache unter Einhaltung von Kontakt- und Schutzregeln in begründeten Einzelfällen begleitete Besuche anzubieten. Ich möchte Sie hier alle noch um ein wenig Geduld bitten, auch in dem Wissen, dass die Geduld auf allen Seiten bereits arg strapaziert ist. Aber: Wir machen derzeit mit all dem erfahrenen Leid und den Mühen der Infektionen erste zaghafte Schritte aus der Krise. Ich darf vielleicht sinnbildlich die Überquerung eines strömenden Baches bemühen. Wir treten nach und nach auf die ersten Steine. Und erst wenn wir das Gefühl haben, dass wir unter Abwägung der Risiken einen festen Tritt in der Strömung haben, unternehmen wir den nächsten Schritt. Und ich denke, dass dieses Vorgehen sicherlich im allgemeinen Interesse ist – oder zumindest sein müsste. Nach drei Wochen sind derzeit auch die Kollegen am Ende ihrer Kräfte – und trotzdem muss es weitergehen. Und es wäre schön, wenn Ihre Erwartungen als An- und Zugehörige mit den Regenationsphasen der Mitarbeiter Schritt halten. Vielen Dank hierfür.

 

Vermutlich haben einige Leser am gestrigen Tag die WISO-Sendung im ZDF gesehen. Hierbei ging es um die Hotelunterbringungen von Mitarbeitern für den Fall, dass das Corona-Virus im Altenheim oder Krankenhaus ausgebrochen ist. In dem Bericht wurde auch das Haus St. Benedikt erwähnt und gezeigt. Ich habe vor vierzehn Tagen dem ZDF auch ein Interview gegeben, in dem es um das Befinden der Mitarbeiter unter Quarantäneunterbringung im Hotel ging. Ich hatte bei der Gelegenheit die hohe Bereitschaft und das Verständnis der Mitarbeiter und Bewohner erwähnt, gemeinsam diese Krise zu bewältigen. Mir ist am gestrigen Abend aber deutlich geworden, dass es hierbei nicht um die positive Botschaft ging, sondern eher um die Bedenken und negativen Seiten. So danke ich der im Bericht vorgestellten Schwester Uta aus irgendeinem Krankenhaus sowie der Vertreterin der Gewerkschaft VERDI, die sich vehement gegen diese Lösung ausgesprochen haben. Es hat mir zumindest gezeigt, welch großer Rückhalt die Dienstgemeinschaft im Haus St. Benedikt und im St. Josefshaus ist. Bei allem Verständnis: Mit der Schwester Uta wäre die Lösung der Krise in Recke durchaus zu einem noch größeren Problem geworden. Und es zeigt sich erneut: Bad news are good news!

 

Wir haben uns in den vergangenen Newslettern bei vielen Menschen in unterschiedlichen Rollen bedankt – und der Dank war und ist aufrichtig. Wir sind im Moment grundsätzlich sehr dankbar und demütig. Demut – nicht im Sinne einer Unterwürfigkeit, sondern in der Definition des Mutes zum Dienen. Aber Sie kennen das vielleicht – fängt man an, sich bei Einzelnen zu bedanken läuft man Gefahr, einzelne Menschen zu vergessen. Daher möchte ich mich an dieser Stelle – und ich danke für den Hinweis – auf das Herzlichste bei den Kolleginnen der Gebäudereinigung Lasch bedanken. Sie müssen wissen: Wer derzeit bei uns – auch wenn es eine Fremdfirma ist – im bewohnernahen Kontakt arbeitet, muss sich zumindest nach Dienstende in häusliche Quarantäne begeben. Mit dem eigentlichen Dienst ist es dann nicht getan. Also: Vielen Dank und herzliche Grüße.

 

In den vergangenen Tagen habe ich viele positive Rückmeldung für die Art unserer Information als Newsletter erhalten, den Sie per Mail bekommen oder auf unserer Webseite oder auf facebook lesen können. Ich danke für die Rückmeldung, möchte aber deutlich machen, dass dies nur der diskriptive Versuch ist, das derzeitige Leben im Haus St. Benedikt zu beschreiben und zu erklären. Ich leite diese Rückmeldungen jeweils gerne an die Kolleginnen und Kollegen im Haus weiter. Denn letztendlich ist das Wort nur Wort und leblos, wenn dahinter nicht das gelebte Leben steht.

 

Erinnern möchten wir, dass Sie die Bewohner in den Wohnbereichen auch per Mail erreichen können, z.B. mit Fotos, Bildern oder Videos. Bitte geben Sie hierbei im Betreff den Bewohnernamen an, damit wir wissen, wohin die Botschaft gehen soll.

Zur Erinnerung:

Wohnbereich 1                  bewohnerwb1@haus-st-benedikt.de

Wohnbereich 2n               bewohnerwb2n@haus-st-benedikt.de

Wohnbereich 2a               bewohnerwb2a@haus-st-benedikt.de

Wohnbereich3                   bewohnerwb3@haus-st-benedikt.de

 

 

 

 

 

Wir hoffen und wünschen uns, dass wir Sie auch in den kommenden Tagen mit weiterhin guten Nachrichten erfreuen können. Bleiben sie gesund.

 

Herzliche Grüße im Namen der Dienstgemeinschaft.

 

 

 

Andreas Plietker

 

 


 

 

Aktuelle Corona-Situation - Stand 16. u.17. April 2020.

 

Das Leben mit dem Corona-Virus ist ein Auf und Ab und ein Hin und Her. Zeichen der Hoffnung und Entspannung wechseln sich ab kleinen Rückschlägen und Trauer.

 

Wir bedauern als Haus- und Dienstgemeinschaft seit gestern zutiefst den Tod eines zweiten Bewohners im Haus St. Benedikt. Unsere Gedanken sind bei der Familie, verbunden mit dem Dank für das Verständnis und Entgegenkommen in dieser für alle schwierigen Zeit. Mit unserer Anteilnahme und unseren Dank verbinden wir den Wunsch, dass die Familie des Verstorbenen gut durch die Zeit der Trauer gehen kann.

 

Die Zahl der erkrankten Bewohner stagniert derzeit. Es gibt erste hoffnungsvolle Anzeichen, dass die ersten Erkrankten nach einer abschließenden Testung die Isolation verlassen können. Wir warten ferner noch auf ein Testergebnis, das darüber entscheidet, ob wir am Sonntag für die Wohnbereiche 2a und 3 die Zimmerquarantäne aufheben können. Es sind also die ersten zarten Zeichen der Entspannung erkennbar.

 

Am heutigen Tag hat die zweite Gruppe von Mitarbeitern, die über sieben Tage in 12-Stunden-Schichten gearbeitet hat und in Hotels untergebracht war, ihren Dienst beendet. Wir sagen Dank für die gute Zusammenarbeit und für die Entbehrungen während dieser Zeit. In den Dank schließen wir die Familien der Mitarbeiter ein.

Und morgen kommen jene Mitarbeiter wieder, die bereits in der ersten Woche die Bewohner versorgt haben, wiederum für sieben Tage, wieder in 12-Stunden-Schichten. Zumindest hat sich dieses System der Versorgung bewährt, denn damit konnte eine weitere Ausbreitung der Erkrankung bis jetzt erfolgreich verhindert werden. Danach wird das System beendet

 

Ich darf Ihnen am Ende der ersten vierzehn Tage vielleicht auch etwas über die Kollegen in der Hauswirtschaft und Küche berichten. Das Team der Küche hat bereits vor vier Wochen die Arbeitsweise vollständig umorganisiert und sich in zwei feste Teams aufgeteilt, die im Rhythmus von drei Tagen arbeiten. In diesen drei Tagen arbeiten sie in geteilten Diensten, sind also morgens und vormittags und am späten Nachmittag im Dienst, um die Mahlzeiten vorzubereiten. Aufgrund der Zimmerquarantäne hat die Küche die Mahlzeitenversorgung im laufenden Betrieb vollständig vom Büffetsystem auf das Tabletsystem umgestellt, und zwar im vollen laufenden Betrieb. Gleiches gilt für die Kollegen der Spülküche und für die Mitarbeiter der Wäscherei, die neben der ganz normalen Wäscheversorgung nun auch täglich die Mitarbeiterkleidung waschen. Auch hier arbeiten die Kollegen derzeit in geteilten Diensten.

 

 

Wir haben vor zwei Tagen damit begonnen, dass wir in der Einzelbetreuung die Bewohner zu Spaziergänge in den Garten einladen. Auch dies sind erste Zeichen der Entspannung und Normalisierung, aber immer noch mit angezogener Handbremse und verhaltenem Optimismus. Und so hoffen wir, dass wir in der kommenden Woche Zug um Zug zumindest für die Wohnbereiche 1, 2a und 3 wieder in das halbwegs normale Leben zurückkehren.

 

Wir vermuten, dass die Landesregierung über das Wochenende einige Verordnungen, die bis zum 19.04.2020 befristet waren, neu fassen werden. Darin – so glauben wir – wird auch die Lockerung von Besucherregelungen thematisiert. Hierzu werden wir uns in der kommenden Woche dann näher äußern. Wir werden Sie voraussichtlich aber noch um ein wenig Geduld bitten müssen. Fakt ist: Momentan leben immer noch 15 erkrankte Bewohner im Haus. Ein Aufflammen der Erkrankungen möchten wir durch voreilige Entscheidungen verhindern. Und ich hoffe, dass wir Sie als An- und Zugehörige hier als Partner an unserer Seite wissen. Ich weiß, wie schwer Ihnen das fällt. Und ich danke für Ihre Geduld und Ihr Verständnis.

 

Auch wenn die Fastenzeit schon eine Woche hinter uns liegt, so ist mir beim Gang durchs Haus das Hungertuch von Misereor ins Auge gefallen, das immer noch bei uns im Eingangsbereich hängt.

 

 

 

 

 

Es trägt den Titel „Mensch- wo bist du?“. Ich finde, es zeigt die Absurdität dieser Tage. Das offene Haus im Zentrum – Sinnbild der Einkehr, der Begegnung, der Offenheit und des Lebens. So, wie es eigentlich sein müsste. Und dann dieser feste, geschlossene Ring um dieses Haus – wie ein Bollwerk und eine Abschottung vor der Außenwelt – unheimlich real. Und in einem Impuls zu diesem Bild heißt es „In meinen Haus - 40 Tage nach Dir suchen – Frieden finden“. So scheint es wohl derzeit – 40 Tage suchen nach Begegnungen, 40 Tagen suchen nach Antworten auf die vielen Fragen. Und dann noch Frieden finden?

 

Und trotzdem erleben wir nach wie vor ein offenes Haus – offen für Verständnis, offen für das Aushalten dieser Zeit, offen für ein gemeinsames friedfertiges Miteinander, offen für andere Formen der Begegnung, offen für Ihr Vertrauen. Auch dies sind Zeichen für das Suchen nach Frieden - und für das Finden von Frieden – nur irgendwie ganz anders.

 

Nie war ein Hungertuch für die Fastenzeit in der nachösterlichen Zeit aktueller. Und hoffentlich muss es auch nie wieder so sein!

 

Vielen Dank für Ihren Langmut, dies alles zu lesen.

 

Herzliche Grüße im Namen der Dienstgemeinschaft.

 

 

 

 

Aktuelle Corona-Situation - Stand 13.u. 14. April 2020.

 

In den vergangenen zwei Tagen war es – Gott sei Dank – etwas ruhiger.

Allgemein ist die Stimmung im Haus nach wie vor gut.

Nach Rücksprache beginnen wir morgen damit, dass wir mit einzelnen Bewohner auch einen Spaziergang durch den Garten machen können – aber immer nur in der begleiteten 1:1 Betreuung. Den Garten haben wir vor Tagen für den allgemeinen Verkehr vollständig gesperrt, sodass das Gelände voll und ganz den Bewohnern zur Verfügung steht.

 

Auch die Zahl der Neuinfektionen stagniert, was wir derzeit erst einmal als hoffnungsvolles Zeichen werten.

 

Leider gibt es auch einige erkrankte Bewohner, deren Allgemeinzustand durchaus Anlass zur Sorge gibt. In der Regel liegen bereits schwere und mehrfache Vorerkrankungen vor und die betreffenden Bewohner waren auch vor der Corona-Krise bereits ins palliative Versorgungssystem eingeschrieben. Aber: Es ist eben auch das Corona-Virus. Wir sind derzeit froh und dankbar, dass die Symptome der Erkrankungen bei allen Betroffenen milde verlaufen.

 

Die Mitarbeiter sind nach wie vor hochmotiviert. Wir sind dankbar, dass auch das nächste Team für sieben Tagen fast vollständig steht, das jetzt die Kollegen ablöst, die bis Freitag arbeiten.

 

Wir erhalten derzeit – und nach wie vor – viel Zuspruch und Mutmacher. Am gestrigen Tag haben wir für die Bewohner einen schönen Brief von Greta (14 Jahre) erhalten, die den Bewohner schrieb, wie sie die Einschränkungen der Erkrankungen erlebt. Und zum Schluss schreibt sie: „Doch ich lasse mich davon nicht unterkriegen und ich hoffe, Sie auch nicht!“ Greta, ganz großes Kino, vielen Dank. Das Schreiben haben wir mehrfach kopiert, sodass es auch den Bewohnern vorgelesen werden kann. Den abschließenden Worten von Greta kann ich mich nur anschließen.

 

Herzliche Grüße im Namen der Dienstgemeinschaft.

 

 

Andreas Plietker

 

 

 


 

 

Aktuelle Corona-Situation - Stand 11. u. 12. April 2020.

 

Vorab – auch in diesen seltsamen Zeiten – darf ich Ihnen dennoch im Namen meiner Kolleginnen und Kollegen ein frohes und gesegnetes Osterfest wünschen.

 

Auch wenn diese Zeit alles, was soziale Beziehungen ausmacht – auf den Kopf stellt. Es bleibt und ist das Fest des Lebens über den Tod. Es ist und bleibt das Fest der Auferstehung – in Jedem und für Jeden – jeden Tag – auch in den kleinen Zeichen und Handlungen des Alltags und des Lebens.

 

Papst Franzisikus sprach von den Heiligen dieser Zeit und hat dies auf die Corona-Krise und auf die für die öffentliche Ordnung und pflegerischer Versorgung wichtigen Berufe bezogen – als Gottes Dienst am Nächsten.

 

Mir liegen derzeit kathedrale Erhöhungen fern – wir machen in diesen Tagen einen inflationären Gebrauch davon.

 

Der Dienst Gottes beginnt bei dem Verständnis der Angehörigen unserer Bewohnerinnen und Bewohner: Für die Einsicht in die Notwendigkeit des Besuchsverbotes und für den Beistand in dieser für alle schwierigen Zeit. Wir erleben Sie hier als starken Rückhalt und Partner. Vielen Dank.

 

Der Dienst Gottes beginnt bei der Geduld und Freundlichkeit, die die Bewohnerinnen und Bewohner derzeit in den Zeiten der Zimmerquaratäne an den Tag legen. Hier erleben wir die Bewohner als starken Rückhalt und Verbündete. Auch hierfür unsere Anerkennung und unseren Dank.

 

Der Dienst Gottes beginnt bei den vielen wirksamen Bemühungen, den Kontakt zu den Mitmenschen außerhalb des Hauses aufrecht zu erhalten. Und wenn Sie in den kommenden Tagen am Haus vorbeikommen, dann sehen Sie in vielen Fenstern Bilder von Regenbögen. Diese haben Kinder für die Bewohner gemalt. Welch ein starkes Symbol! Der Regenbogen als Zeichen der Verbundenheit über alle Grenzen hinweg. Liebe Kinder – eine ganz tolle Aktion. Und hier ließe sich die Liste der Beispiele derzeit mit vielen weiteren Aktionen vervollständigen. Der Osterhase, der heute um das Haus unterwegs war. Das Schreiben eines Angehörigen an alle Bewohnerinnen und Bewohner mit Erzählungen zu den Osterbräuchen und –traditionen, verbunden mit den Beschreibungen über das Erwachen der Natur. Wie gesagt – es ließe sich noch vieles schreiben.  Vielen Dank an alle.

 

Der Dienst Gottes beginnt dort, wo Ärzte, Apotheken und Behörden uns und den Bewohnern zur Seite stehen. Wunderbar, dass Sie alle da sind.

 

Und: Der Dienst Gottes beginnt immer da, wo wir uns alle in unserer Wichtigkeit und Bedeutung nicht herausstellen und erhöhen, sondern gemeinsam am großen Ganzen arbeiten. Profilneurotiker gibt es schon genug in dieser Welt. Alle wirken gemeinsam - an ihren Orten und mit ihren Talenten. Vielen Dank an alle.

 

Und wenn diese Krise einmal vorüber ist, hoffe ich, dass wir dies alles nicht wieder vergessen.

 

Also:

In diesem Sinne feiern wir dieses Jahr Ostern.

Daher wünschen wir allen ein frohes und gesegnetes Osterfest und eine gute österliche Zeit.

 

Herzliche Grüße im Namen der Dienstgemeinschaft.

 

 

 


 

Aktuelle Corona-Situation - Stand 09.u. 10. April 2020.

 

Nach einigen Tagen hoffnungsvoller Anzeigen hat uns heute die Nachricht ereilt, dass eine Bewohnerin aus dem Haus St. Benedikt am Corona-Virus verstorben ist. Unsere Gedanken sind bei der Verstorbenen und bei der Familie. In Namen der Kolleginninnen und Kollegen im Haus St. Benedikt und im Namen von Pfarrer Heukamp sprechen wir den Hinterbliebenen unsere Anteilnahme und unser Beileid aus. Es ist damit genau der Fall eingetreten, den wir mit intensivsten Bemühungen, Planungen und Vorbereitungen versucht haben, zu vermeiden. Und es bleibt damit ein Gefühl des Scheiterns.

 

Wir möchten uns als Dienstgemeinschaft ganz herzlich bei den Kolleginnen und Kollegen im Klinikum Ibbenbüren für Ihr Engagement bedanken.

 

Derzeit sind 13 Bewohner erkrankt. Eine Bewohnerin befindet sich noch im Krankenhaus. Den Erkrankten im Haus St. Benedikt geht es derzeit gut. Auch freuen wir uns darüber, dass die ersten betroffenen Bewohner seit Tagen keine Symptome zeigen. Daraus schöpfen wir derzeit viel Kraft, Hoffnung und Zuversicht.

 

Wir erhalten täglich sehr viele Geschenke für die Bewohner und Mitarbeiter. Von Präsentkörben über Süssigkeiten und aller Nützliches sind es besonders die vielen netten Worte und Gesten, die uns berühren. Wir wissen derzeit gar nicht mehr, bei wem wir uns im Einzelnen bedanken müssen und dürfen. Daher möchte ich dies an dieser Stelle deutlich sagen: Herzlichen Dank für alle netten Grüße, Worte und Gedanken. Ich denke, dass wir nach der Krise die Zeit finden, jedem und jeder einzeln Dank sagen zu können.

 

Heute ist der siebte Tag. Dies bedeutet, dass die erste Gruppe von Mitarbeitern nach sieben Tagen Dienst mit 12-Stunden-Schichten zurück nach Hause geht. Es freut uns sehr, dass nun die verdiente Erholung winkt. Dank sagen möchten wir auch den Familien der Mitarbeiter – hinter jedem starken Mitarbeiter steht ein starkes Team.

 

Wir haben heute in den Wohnbereichen jeweils eine Karfreitagsandacht gefeiert. Bei offenen Türen in den Fluren konnten die Bewohnerinnen und Bewohner daran teilnehmen. Und wir werden – bei allen Einschränkungen – bemüht sein, auch das Osterfest gebührend zu feiern. Wir wissen aber auch, dass Ihre Besuche mit nichts zu ersetzen sind. Die Bewohner – aber auch wir – sind in Gedanken bei Ihnen.

 

 Nach den ersten sieben Tagen mit tollen Mitarbeitern und einer bewundernswerten Moral und einem guten Teamzusammenhalt werden wir morgen das nächste Team begrüßen, das dann wiederum sieben Tag die Betreuung und Pflege übernehmen. Bei allen Umständen freue ich mich auf die nächste Truppe.

 

Wir sagen an dieser Stelle ganz herzlichen Dank dem Hotel Gronheid in Steinbeck und dem Hotel Mutter Bahr in Uffeln für die gute, nette und zuvorkommende Inobhutnahme und für die tolle Verpflegung unserer Mitarbeiter.

 

Ich möchte an dieser Stelle nochmals ausdrücklich Bezug nehmen auf das St. Josefshaus in Halverde. Neben dem Besuchsverbot verzeichnen wird dort keine erkrankten Bewohner und Mitarbeiter. Und besonders freue ich mich, dass Pfarrer Peter von Briel aus Halverde und unser Hausgeistlicher Pfarrer Werner Heukamp Ostern einen Gottesdienst mit den Bewohnern feiern. Weil ja das Kontaktverbot auch für Besucher gilt, wird die Messe aus dem Innenhof gelesen und die Bewohner können durch die Fenster dem Gottesdienst geschehen folgen. Es zeigt sich also: Gottes Geist weht, wie er will!

 

Vielen Dank dem Seelsorgeteam hierfür.

 

Herzliche Grüße  an alle, die an die Bewohner und uns denken.

 

 


 

 

 Aktuelle Corona-Situation - Stand 06./07. April 2017

 

 

Die gute Nachricht zuvor: Die Zahl der erkrankten Bewohner hat sich derzeit noch nicht erhöht. Wir erwarten jedoch noch einige Diagnose-Ergebnisse. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir uns seit dem ersten Erkrankten in der vergangenen Woche immer noch im kritischen Zeitfenster bewegen.

 

Bei den Mitarbeitern hat sich die Zahl der Erkrankten um einen Mitarbeiter erhöht. Derzeit befinden sich somit zwei Mitarbeiter in häuslicher Quarantäne. Wir wünschen den Kollegen an dieser Stelle eine alsbaldige und erfolgreiche Genesung

 

Es gibt immer wieder Zeichen der Ermutigungen – und eben auch Rückschläge. Aber unsere Kolleginnen und Kollegen gehen jeden Tag mit Zuversicht und Hoffnung in den Dienst.

 

Die allgemeine Stimmung im Haus ist weiterhin gut. Wir erleben nach wie vor sehr geduldige und verständnisvolle Bewohnerinnen und Bewohner. Dies alles ist ein großer Rückhalt für die Mitarbeiter.

 

Es ist für alle eine schwere Zeit. Unsere Gedanken sind in erster Linie bei den Bewohnern und Angehörigen. Wir wissen, dass Sie alle an dieser Situation leiden – schon seit Wochen. Neben der eigentlichen Erkrankung ist dies wohl die schlimmste Nebenwirkung – dass Sie als Angehörige und die Bewohner sich nicht einander begegnen können. Wir denken an Sie alle und bitten weiterhin um das Vertrauen, dass wir Ihre angehörigen Bewohner gut und gewissenhaft betreuen, pflegen und versorgen. Natürlich immer mit dem Wissen, dass Sie alle mit Geld und guten Worten nicht zu ersetzen sind. Wir ziehen den Hut vor Ihrer Geduld und Leidensfähigkeit.

 

Wir haben nun – so hoffen wir – die Möglichkeit geschaffen, dass Sie Ihren angehörigen Bewohnern nun per Mail Grüße senden können. Jeder Wohnbereich hat nun ein eigenes Tablett und kann direkt Ihre Mail empfangen. Sie können Bilder und Fotos schicken, aber auch kurze Videoclips. Wir haben heute versuchsweise damit begonnen. Nur hier und da klemmt es noch ein wenig mit der Technik – oder mit den Anwendern (:-)

 

Nachfolgend möchte ich Ihnen die Mailadressen nennen:

 

Wohnbereich 1                 BewohnerWB1@haus-st-benedikt.de

Wohnbereich 2n:              BewohnerWB2n@haus-st-benedikt.de

Wohnbereich 2a               BewohnerWB2a@haus-st-benedikt.de

Wohnbereich 3                 BewohnerWB3@haus-st-benedikt.de

 

Wichtig:

·        Nennen Sie in der Betreffzeile bitte unbedingt den Bewohnernamen, damit wir die Mail

         gut zuordnen können.

·        Es wäre gut, wenn pro Tag nicht mehr als eine Mail pro Bewohner eingeht, damit wir dies

         alles auch gut organisieren können. Bitte sprechen Sie sich daher in Ihren Familien ab.

·        Und: Haben Sie ein wenig Geduld mit unseren technischen Fähigkeiten. Wir bemühen

          uns sehr, uns innerhalb kurzer Zeit hiermit vertraut zu machen.

 

Ich möchte Ihnen noch kurz den Begriff der Quarantäne erläutern, wenn diese für eine Einrichtung wie das Haus St. Benedikt verhängt wird.

Beide Häuser haben 164 Mitarbeiter. Alle Mitarbeiter haben private Kontakte und nehmen am gesellschaftlichen Leben teil. Und alle Mitarbeiter sind –wie Sie sicher auch – sehr sensibilisiert im Umgang mit den Kontaktregeln und Hygieneanforderung im Zuge der Corona-Pandemie. Trotzdem besteht die Gefahr, dass viele Mitarbeiter auch viel Risiko bedeuten. Daher soll ein Teil der Mitarbeiter – ohne bisherige soziale Kontakte – in eine außerhäusliche Quarantäne gehen, um hierdurch möglich Infektionswege zu minimieren. Die Quarantäne gesunder Mitarbeiter in Hotels bedeutet, die Bewohner zu schützen. Und ich möchte es in Zahlen deutlich machen. Derzeit sind von 164 Mitarbeitern zwei Kollegen am Corona-Virus erkrankt.

 

Wir erfahren in den vergangenen Tagen, dass Menschen und auch Medien der Meinung sind, die Mitarbeiter seien in Hotels einquartiert, weil sie infiziert oder erkrankt sind. Das ist Quatsch. Ganz im Gegenteil: Sie sind in Hotels, weil Sie gesund sind und sich um die Gesunderhaltung der Bewohner kümmern.

 

Es wäre bedauerlich, wenn sich aus falsch verstandener Angst in Volkes Meinung der Eindruck verfestigt, dass unseren Mitarbeiter „verseucht“ seien. Wenn Sie diesen Gerüchten begegnen, tragen Sie bitte gerne zu Entkräftung bei. Vielen Dank.

 

 Trotz aller Widrigkeiten bereiten wir uns nun auf Ostern vor. Wir möchten Ihren Angehörigen im Rahmen der Möglichkeiten ein schönes Osterfest bereiten. Die Fa. Coppenrath & Wiese hat durch eine großzügige Kuchenspende hierzu bereits beigetragen. Wir freuen uns auch schon auf die netten Geschenke der Hospizgruppe Raphael und der Kolpingsfamilie Recke.

 

Wir freuen uns, an Ostern das Fest der Auferstehung und des Lebens zu feiern. Wir freuen uns auf die Zusage Gottes.

Ich bin gekommen, damit ihr das Leben habt, und es in Fülle habt.

 

 

 

Herzliche Grüße  an alle, die an die Bewohner und uns denken. Ich danke für die Geduld, diesen langen Bericht zu lesen.

 

 Andreas Plietker

-Einrichtungsleiter-

 

 


 

 

 

Aktuelle Corona-Situation - Stand 05. April 2020.

 

Der zweite Tag in Quarantäne liegt nun hinter den Bewohnern und Mitarbeitern im Haus St. Benedikt.

 

Wir hatten Ihnen zugesagt, Sie im Rahmen täglicher Meldungen zu informieren.

 

Die gute Nachricht zuvor: Die Zahl der erkrankten Bewohner hat sich nicht erhöht. Dies werten wir als ermutigendes Zeichen. Es geht den Bewohnern den Umständen entsprechend gut.

 

Auch bei den Mitarbeitern hat sich die Zahl der Erkrankten nicht erhöht. Derzeit befindet sich eine Mitarbeiterin in häuslicher Quarantäne.

 

Dies zeigt zumindest, dass die Hygienemaßnahmen greifen und wirksam sind.

 

Die allgemeine Stimmung im Haus ist gut. Wir erleben sehr geduldige und verständnisvolle Bewohnerinnen und Bewohner. Hierfür sind wir sehr dankbar.

 

Zu jedem Team gehört auch eine Betreuungskraft, die dafür sorgt, dass die Bewohner neben einer guten Pflege auch entsprechende Betreuung und Unterhaltung haben.

 

Wir werden derzeit vermehrt mit Fragen konfrontiert, ob Sie als Angehörige und Freunde der Bewohner noch Geschenke, Briefe und kleine Naschwaren bringen dürfen. Natürlich dürfen Sie dies – sehr gerne sogar. Sie können dies alles bei der Kollegin am Empfang angeben. Wir sorgen dann dafür, dass die Geschenke und Bringsel bei Ihren Angehörigen ankommen. Die Annahmezeiten sind die Zeiten, die Sie bereits aus den vergangenen drei Wochen kennen.

Sie können uns täglich – auch über die Feiertage – unter der zentralen Telefonnummer 05453-220 in der Zeit von 9.30 - 16.30 Uhr erreichen. Wir nehmen auch Ihre Anfragen auf und sagen Ihnen den Rückruf zu. Eine Bitte: Vielleicht sprechen Sie sich in den Familien ab, dass nur ein Mitglied der Familie pro Tag anruft. Das verschafft uns Luft in der Betreuung und Pflege. Und noch ein ganz dringende Bitte: Rufen Sie bitte nicht direkt im Wohnbereich an. Die Kollegen arbeiten derzeit mit Schutzausrüstung. Telefonate sind hiermit nur schwerlich möglich. Rufen Sie bitte nur die 05453-220 an. Vielen Dank für Ihre Unterstützung und für Ihr Verständnis..

 

Wir werden am heutigen Tag einen newsletter eingerichtet, über den wir Ihnen per Mail die Informationen zusenden können. Wenn Sie Interesse haben, senden Sie uns Ihre Email-Adresse an: pforte@haus-st-benedikt.de. Wir nehmen Sie gerne in der Verteiler auf. Nennen Sie bitte auch den Vor- und Nachnamen des Bewohners, damit wir Sie zuordnen können. Vielen Dank.

 

 

Herzliche Grüße  an alle, die an die Bewohner und uns denken.

 

 


 

 

Aktuelle Corona-Situation - Stand 04. April 2020.

 

Sie haben es bereits aus den Medien erfahren oder wurden durch uns persönlich informiert. Das Corona-Virus hat den Weg in das Haus St. Benedikt gefunden. Trotz intensivster Vorkehrungen, Vorsichtsmaßnahmen und Umsetzungen von Anordnungen und Verfügungen sind derzeit elf Bewohner und eine Mitarbeiterin infiziert. Daher ist es derzeit logisch und nachvollziehbar, dass die Einrichtung seitens des Kreisgesundheitsamtes und der Ordnungsbehörde des Gemeinde Recke unter Quarantäne gestellt wurde. Heute ist der Tag Eins. Was bedeutet dies: Die Wohnbereiche werden einzeln isoliert und die Bewohnerinnen und Bewohner werden ausschließlich in ihren Zimmern gepflegt, betreut und versorgt. Die Mitarbeiter werden durch eine Hygieneschleuße die Einrichtung betreten und dann in den entsprechenden Arbeitsbereich mit den entsprechenden Schutzmaßnahmen die Tätigkeit aufnehmen. Die Mitarbeiter dürfen während dieser ersten Phase von sieben Tagen nicht nach Hause, sondern werden getrennt in Hotels untergebracht. Mit entsprechenden Fahrzeugen geht es vom Hotel direkt in den Dienst und zurück. Die Mitarbeiter im Tagdienst arbeiten in einem 12-Stunden-Dienst und werden dann durch die Nachtwachen abgelöst, die Ihrerseits ebenfalls 12 Stunden wachen. Mit der Quarantänemaßnahme soll verhindert werden, dass mögliche Infektionsketten in die Einrichtung minimiert werden.

 

Die gute Nachricht zuvor: Den erkrankten Bewohnern geht es gut. Sie zeigen - wenn überhaupt - nur leicht erhöhte Temperatur. Wir hoffen und beten, dass dies so bleibt und alle wieder gesunden. Dafür setzen sich derzeit die Mitarbeiter nach Möglichkeiten und Kräften ein.

 

Neben dem Dank an die Mitarbeiter für ihren Einsatz gilt unser Dank in besonderer Weise der Geduld und Nachsicht der Bewohnerinnen und Bewohner. Eine Mitarbeiterin des Hauses sagte heute treffend: "Die Menschen leben doch für ihre Beziehungen!"  Diesen Verzicht auf das Gemeinschaftsleben und das seit drei Wochen andauernde Besuchsverbot für Familie und Freunde ist schon eine enorme Belastung. Wir ziehen den Hut vor der Geduld und dem Verständnis für die jetzige Situation. In diesen Dank schließe ich Sie als Familienmitglieder und Freunde und Bekannte der Bewohner ausdrücklich ein. Wir wissen, wie schwer Ihnen allen diese Zeit fällt.

 

Ich möchte mich auch bedanken bei den Mitarbeitern in den Krisenstäben des Kreises Steinfurt. Lassen Sie uns nicht immer über Bürokratismus sprechen. Besonders jetzt ist es gut, motivierte, geduldige und verständnisvolle Partner an der Seite zu haben, die uns durch diese Krise leiten und begleiten. Vielen Dank nach Steinfurt.

 

Wir werden Sie nun regelmäßig - wenn möglich täglich - auf diesem Weg informieren. Natürlich können Sie uns täglich - wie in den vergangenen drei Wochen auch - über die zentrale Nummer 05453-220 in der Zeit von 9.30 - 16.30 Uhr erreichen. Wir nehmen Ihre Anfragen auf und sagen Ihnen den Rückruf zu. Eine Bitte: Vielleicht sprechen Sie sich in den Familien ab, dass nur ein Mitglieder der Familie pro Tag anruft. Das verschafft uns Luft in der Betreuung und Pflege. Wir bauen derzeit einen newsletter auf, den wir Ihnen per Mail zusenden können. Wenn Sie Interesse haben, senden Sie uns Ihre Email-Adresse an: pforte@haus-st-benedikt.de. Wir nehmen Sie gerne in der Verteiler auf. Nennen Sie bitte auch den Vor- und Nachnamen des Bewohners, damit wir Sie zuordnen können. Vielen Dank.

 

Bis zum Ausbruch der Krise in unserem Haus waren wir intensiv beschäftigt, Ihnen die Möglichkeit zu bieten, via Mail persönliche Botschaften als Clip zu senden. Haben Sie bitte Verständnis, dass wir diesen Plan vor der aktuellen Situation erst einmal in die Zeit stellen mussten. Wir denken jedoch, dass wir Ihnen bis Ostern diese Möglichkeit bieten und würden Sie hierüber in Kenntnis setzen. 

 

Herzliche Grüße  an alle, die an die Bewohner und uns denken.

 

Andreas Plietker 

(Einrichtungsleitung)

 

 

 


Angehörigeninformation zum aktuellen Stand 21. März 2020

 

 

 

 

 

 

Angehörigeninfo 20200321.pdf
Vollständiger Download

 

 

 

 

 


 

 

 

Aktuelles zum Corona-Virus  - Besuchsverbot ab dem 14.03.2020

 

Auf dringende Empfehlung des Kreises Steinfurt und des RKI (Robert-Koch-Institut) müssen wir derzeit und bis auf weiteres ein Besuchsverbot für das Haus St. Benedikt und das St. Josefshaus in Hopsten-Halverde aussprechen.

Eine Information für Angehörige steht an dieser Stelle zum Download bereit:

 

 

Information für das Haus St. Benedikt:

HSB Besucherstopp Info.pdf
Download

 

 

Information für das St. Josefshaus:

HSJ Besucherstopp.jpg
Download

 

 

Wir danken für Ihr Verständnis und für Ihre Kooperation.

Bleiben Sie gesund!

 

 

 


 

 

Infoblatt Corona-Virus Kreis Steinfurt.pdf
Download